Social Media

Welche Plattformen/ Kanäle sollte ich als Unternehmen nutzen?

Wir shoppen online, suchen online nach Krankheitssymptomen und bleiben online in Kontakt mit Familie, Freunden und Arbeitskollegen – mehr als 30% unseres Lebens spielt sich mittlerweile im Internet ab. Um als Unternehmen seine KundInnen zu erreichen und dabei aktuell am Zahn der Zeit bleiben zu können, müsst Ihr euch umfassend mit dem Thema Online Marketing und Social Media auseinandersetzen. Doch welche Plattform ist relevant für mich als Unternehmen und wie entscheide ich, was ich online stelle?

Wir sagen es Euch!

Wichtige Vorher-Fragen

Bevor man jetzt überstürzt ein Unternehmensprofil auf jeder bekannten Social Media Plattform anlegt, solltet Ihr ein paar wichtige Punkte abklären, damit Ihr das beste Ergebnis aus eurer Arbeit herausholt.

  1. Was wollen wir eigentlich mit Online Marketing erreichen?

Hier stellt sich die Frage, welche Ergebnisse das Unternehmen erreichen möchte. Soll
die Reichweite vergrößert, neue Kunden angelockt oder das Branding der Firma verbessert werden? Jedes Ziel erfordert einen anderen Strategieansatz.

  1. Wie sieht unsere Zielgruppe (ZG) aus?

Bei der Definierung der ZG muss unterschieden werden zwischen B2B (Business-to-
Business) und B2C (Business-to-Customer). Möchtet Ihr die Aufmerksamkeit von Businesspartnern oder von Direktkunden und warum? 

  1. Welche Plattformen sind interessant für meine ZG? 

Sobald eure ZG steht, informiert Euch detailliert über die Plattformen und deren
Nutzereigenschaften. Ihr solltet gezielt eine Auswahl treffen und nicht blind drauf los auf jedem Social Media Kanal einen Account erstellen.

  1. Welche Interessen haben meine ZG?

Dieses Frage solltet Ihr euch stellen, im Hinblick auf den Content, den Ihr online zeigen wollt. Worauf legt Ihr euren Fokus und was wollt Ihr vermitteln über euer Online-Profil?

Übersicht der Social Media Plattformen

Um eure Zielgruppe und die für Euch relevanten Social Media Dienste definieren zu können, müsst Ihr natürlich wissen, wer wo am meisten unterwegs ist.

Grundlegend lassen sich sämtliche bekannten Plattformen in vier Kategorien einteilen, wobei es innerhalb auch zu Überschneidungen kommt:

  • Soziale Netzwerke: Instagram, Facebook, Twitter, (Snapchat)
  • Business Netzwerke: LinkedIn, Xing
  • Videoplattformen: YouTube, TikTok, Snapchat
  • Audioplattformen: Spotify, Deezer, iTunes, Soundcloud, (YouTube)

Im Folgenden erzählen wir Euch kurz etwas zu den vier wichtigsten Plattformen bzw. Medien, welche sowohl kleine als auch große Unternehmen unbedingt nutzen sollten, wobei es sich hier um je eine Plattform aus jeder Kategorie handelt.

Instagram

Das soziale Netzwerk Instagram gehört mittlerweile zu den bekanntesten Online-Plattformen weltweit. Nicht nur dank der rund eine Milliarde Nutzer, die monatlich aktiv sind, auch wegen der Rekordsumme von 1 Milliarde Dollar, die Facebook 2012 bei der Firmenübernahme bezahlte. Bei Instagram handelt es sich um ein visuelles Medium, dass anfangs überwiegend Bilder (sogenannte Posts) und mittlerweile vermehrt Videos (Stories, Reels…) nutzt. Texte spielen hierbei in den letzten Jahren immer weniger eine Rolle und werden oftmals überlesen. Das Hauptalter der Nutzer liegt zwischen 14 und 29 Jahren, wobei es sich also um ein sehr junges Publikum handelt (71% davon unter 35 Jahren). Darüber hinaus sind laut Statistik, mehr Frauen als Männer aktiv unterwegs.

Als Unternehmen auf Instagram ist das vorrangige Ziel ein anständiges Branding zu kreieren. Das heißt, was macht Euch als Unternehmen aus. Darüber hinaus bietet die Plattform verschiedene Optionen, um den Kontakt und die Nähe zu deiner Community aufzubauen und zu pflegen. Sei es durch den Austausch über Kommentare und DirectMessage oder durch Umfragen in den Stories und Einblicke hinter die Kulissen deines Unternehmens.

LinkedIn

Die Webseite LinkedIn ist eine noch sehr unterschätzte Plattform und wird oft als das „Facebook für Unternehmen“ benannt. Es handelt sich hierbei um ein Karriere-Netzwerk, ähnlich wie Xing, wobei LinkedIn weltweit verfügbar ist und Xing ausschließlich in Deutschland. Das Hauptaugenmerk dieser Plattform liegt im B2B-Bereich, d.h. es richtet sich vorrangig an Unternehmen und nicht an Privatpersonen, und dient vor allem dem Vernetzen und dem Austausch businessrelevanter Informationen untereinander. Im Gegensatz zu Instagram spricht LinkedIn die Nutzer weniger visuell an, sondern gibt fachspezifische Informationen, mittels Blogartikeln und Verlinkungen, weiter. Das Hauptalter liegt zwischen 25 und 50 Jahren, wobei der Anteil an Frauen und Männern annähernd gleich ist.

YouTube

Auch wenn YouTube zu einer der größten Webseiten, mit über einer Milliarde Nutzer weltweit, gehört, hat sie für Unternehmen eher eine ergänzende Funktion. Der Anteil an weiblichen und männlichen Nutzern ist gleich und das Hauptalter liegt zwischen 14 und 45 Jahren. Ähnlich wie Google, nutzen viele Zuschauer die Plattform als Suchmaschine, um sich Videos zu verschiedensten Themen anzusehen. Der dazugehörige Text dient oftmals nur zur SEO-Optimierung und wird mit relevanten Schlagwörtern in wenigen Sätzen versehen.

Podcast

Eine ebenfalls unterschätzte Form des Marketings ist das Erstellen eines firmeneigenen Podcast. Hierbei handelt es sich um ein rein auditives Medium, welches vorrangig zum Branding für Unternehmen dient. Der Vorteil an dieser Form des Marketings ist, dass die KundInnen es passiv konsumieren können. Ohne großen Konzentrationsaufwand auf visuelle Elemente, kann ein Podcast nebenbei auf dem Weg zur Arbeit, unterwegs beim Einkaufen oder beim Wohnungsputz gehört werden. Wie es dem Klischee entspricht, nutzen dieses Medium auch mehr Frauen als Männer, im Alter von 25 und 40 Jahren. 

Euer Ziel sollte es stets sein eine treue und langfristige Community auf euren jeweiligen Profilen aufzubauen. Sobald eure Strategie, die Zielgruppe und die daraus resultierenden Plattformen feststehen, könnt Ihr beginnen regelmäßigen Content online zu stellen. Hierbei handelt es sich ebenfalls um eine zeitaufwendige Arbeit, die immer den aktuellen Geschehnissen und Trends angepasst sein muss. Eine Arbeit, die nicht mal so nebenbei geht. Hier schalten wir uns ein, den mit unserem Wissen über Social Media sind eure Accounts immer up-to-date. Kommt auf einen Kaffee vorbei und wir besprechen gemeinsam eure Strategie.