Trends 2022

Upcoming Social Media Trends 2022

Wir Posten, Liken und Kommentieren. Fast täglich. Es ist nicht übertrieben zu sagen, dass Social Media zu einem festen Bestandteil unseres Lebens geworden ist. Dabei ist die Social Media- Welt in etwa so konstant wie das Wetter. Die Branche ist im ständigen Wandel und die digitalen Möglichkeiten entwickeln sich immer weiter.

2021 war ein ereignisreiches Jahr für Social Media und der ein oder andere Trend war eine echte Überraschung. Auch wenn wir leider keine Glaskugel haben, mit der wir in die Zukunft schauen können, haben wir einige Prognosen, welcher Social Media Trend sich dieses Jahr entwickeln könnte.

TikTok wird zum Superstar

Mit Tik Tok meinen wir nicht die das Lied der Sängerin Kesha aus dem Jahr 2009, sondern die chinesische Videoplattform. Spätestens 2022 wird in der Social Media Welt kein Weg mehr an dieser Plattform vorbei gehen. Punkt.

Aber wieso sind wir uns da so sicher?

Tik Tok verbindet Authentizität, durch Videocontent, gepaart mit Interaktionen. Unsere Gesellschaft ist schnelllebig und genau das ist die App auch, denn ein Trend folgt dem nächsten.

Schon im letzten Jahr verzeichnete die App ein extremes Wachstum, wie es zuvor nur der Gigant Facebook (heute Meta) geschafft hat. Im Januar vergangen Jahres hatte der Konzern bereits 690 Mio. NutzerInnen. Doch schon im September 2021 knackte Tik Tok die 1 Milliarden Grenze und ein Stopp ist nicht in Sicht. Bei so vielen UserInnen ist die Bandbreite an Content riesengroß und der Algorithmus der App ist sehr gut darin, maßgeschneiderte Inhalte für jedermann zu liefern.

Social Commerce als wichtiger Bestandteil des E-Commerce

Instagram, Facebook oder Pinterest werden schon lange von Unternehmen verwendet, um ihre Produkte zu vermarkten und zu verkaufen. Ergibt ja auch Sinn, seine Produkte dort zu anzubieten, wo der/die KosumentIn die meiste Zeit verbringt. Bisher musste man für den Kaufabschluss noch die Plattform verlassen – damit könnte jetzt aber Schluss sein. Im neuen Jahr wird es möglich sein, Produkte direkt über soziale Medien kaufen zu können. Das Ziel ist es KundInnen ein reibungsloses Einkaufserlebnis zu bieten und schon bald könnte der Wechsel auf eine andere Website für einige Zielgruppen ein Klick zu viel sein.

Growth Hack: Kurzvideos

TikTok hat es vor gemacht und der Rest ist nachgezogen: Die Rede ist von Kurzvideos.

Dabei geht es um Videos, welche maximal 15-30 Sekunden lang sind.

Sie sind die beliebteste und ansprechendste Form der Content-Vermittlung geworden. Sie bieten Authentizität und zeigen Emotionen, welche ein einfaches Foto oft nicht ausdrücken kann. Studien zufolge werden ende 2022 mehr als 80% aller Inhalte aus Videos bestehen[1]. Von großer Relevanz dabei ist die Länge der Kurzvideos. Die UserInnen wollen in kurzer Zeit so schnell wie möglich konsumieren, weswegen lange Videos auch nur noch Youtube funktionieren werden.

Das Metaversum

Mit seiner Namensänderung zu Meta hat Facebook uns schon seine Sicht der Zukunft mitgeteilt. Das „Metaverse“ bezeichnet eine digitale Realität, die Aspekte von Social Media, Online-Games, erweiterter Realität (AR), virtueller Realität (VR) und Kryptowährungen kombiniert, um UserInnen eine virtuelle Interaktion zu ermöglichen.

Aber was bedeutet das Ganze in der Anwendung?

Im ersten Gedankengang klingt das ganze Thema „Digital Reality“ noch weit entfernt, aber das ist es in Wahrheit gar nicht.

VR steckt aktuell, was soziale Medien betrifft zwar noch in den Kinderschuhen aber AR begleitet uns schon eine ganze Weile auf Instagram, Snapchat und Co. Wir kennen alle diese Fotofilter, mit denen man sich schminken, oder Hundeohren und einen Schnurrbart zaubern kann, oder? Das ist nichts anderes als eine Anwendung von AR für soziale Medien.

Aber auch Unternehmen und Marken nutzen diese Funktionen für sich, um ihren KundInnen ein besseres Kauferlebnis zu bieten. Mister Spex zum Beispiel bietet dadurch eine virtuelle Brillenanprobe an.

In diesem Bereich steckt noch ein sehr großes Potenzial, und auch wenn der ganz große Durchbruch vielleicht dieses Jahr noch nicht erreicht wird, wird die Technologie rund um AR und VR sich dieses Jahr enorm weiterentwickeln und stärker in den Fokus rücken.

Influencer Marketing wächst weiter

Über den Erfolg von Influencer Marketing haben wir bereits in unserem vorletzten Blogpost geschrieben und, zugegeben es ist kein neuer Trend, aber einer, der sich noch eine Weile halten wird. Die sozialen Medien werden heute von Influencer beherrscht, welche gewisse Summen für die Werbung von Marken erhalten. Die große Relevanz dieses Trends kann aus verschiedenen Perspektiven betrachtet werden. Nicht nur die Zahl der Influencer in den sozialen Medien steigt, sondern auch die Marketingausgaben der Unternehmen für Influencer-Marketing.

Der Fokus wird sich auch in die Richtung von Mikro-InfluencerInnen ausbauen. Diese haben zwar eine kleinere Reichweite, aber bieten dafür innerhalb derer mehr Glaubwürdigkeit. Bei großen InfluencerInnen denkt man öfter mal: „Die machen doch alles für Geld!“. Die Authentizität ist hier die entscheidende Kaufkraft.

In der Zukunft wird diese Nische also noch weiter ausgebaut werden und noch mehr an Popularität gewinnen, sodass auch kleinere Unternehmen sich an die Influencer herantrauen und deren Reichweite für sich nutzen können.

Kundenservice via Social Media und Social listening

Lange Warteschleifen und nervige Musik – Das fällt einem meistens als ersten ein, wenn man an einen Anruf beim Kundenservice denkt. Dabei sind wir uns doch alle darüber einig, dass eine schnelle Lösung des Problems der wichtigste Aspekt eines guten Kundendienstes ist. Zusätzlich dazu textet Generation Z lieber, anstatt zu telefonieren. UserInnen haben deshalb schon längst begonnen, bei Problemen den Firmen über deren Social Media Accounts zu schreiben.

Unternehmen werden 2022 diese Goldgrube für Daten und Erkenntnisse für sich ausbauen, und das als Chance sehen, schneller Probleme für ihre KundInnen zu lösen. Vielleicht gibt es hierfür bald eine Live-Chat Funktion auf Social Media.

Auch das Social Listening wird in Zukunft hier eine größere Rolle spielen. Dabei geht es um die Untersuchung digitaler Konversationen, um zu verstehen, was KundInnen in den Sozialen Medien über eine Marke und eine Branche sagen.

Ein Beispiel dafür wäre ein verstärkter Kundenservice im Community-Bereich, welche vermehrt auf Fragen in den Kommentaren und auf Direct Messages eingehen.

User Generated Content

Marken stecken viel Zeit und Geld in die Erstellung perfekter Botschaften und professioneller Bilder und glauben, dass ihre UserInnen sie sehen wollen. Dabei wollen die VerbraucherInnen nicht perfekt, sondern „echt“. Vertrauen durch Authentizität ist heutzutage der Heilige Gral zwischen einer Marke und ihren KundInnen. Durch User Generated Conent (UGC) wird genau dieses Vertrauen geschaffen. Es sind Inhalte, welche durch den/die UserIn erstellt werden. Sie sind zwar kein neuer Trend, aber immer mehr Unternehmen sehen darin Potenzial und wollen dies für sich nutzen. Der/die UserIn bekommt durch UGC das Gefühl vermittelt, bei der Marke an erster Stelle zu stehen und an dem Unternehmen teilzuhaben. In Zukunft werden wir User also immer mehr mitbestimmen, welchen Content die Marken zeigen werden. Ein Beispiel dafür ist das Collaboration-Feature auf Instagram. Dadurch hat man jetzt die Möglichkeit Beiträge hochzuladen und einen Co-Autor zu verlinken, wodurch dieser Post auf beiden Profilen zu sehen sein wird. Auch die Likes und Kommentare sind auf beiden Accounts identisch.

Fazit:

Das Jahr 2022 wird sich in Dingen Social Media vielversprechend entwickeln und es bleibt spannend welche Prognosen sich durchsetzen werden. Sicher ist aber, dass sich die Welt um uns stetig verändert und die Social Media Landschaft schnelllebig ist. Wir sind gespannt welche Trends in einem Jahr schon zum Alltag geworden sind und halten für euch die Augen im Social Media Dschungel offen.