Arbeiten im Homeoffice

Arbeitsplatz Homeoffice - gut oder schlecht?

Gemütlich aufstehen, erstmal einen Kaffee trinken und sich dann in Jogginghose vor den Laptop setzen. Das Konstrukt ‚Homeoffice‘ bietet definitiv Vorteile für Arbeitnehmer. Auch in den aktuellen Zeiten, wo der zwischenmenschliche Kontakt auf ein Minimum reduziert werden sollte, ist der heimische Arbeitsplatz attraktiver denn je. Doch nicht erst seit der Pandemie ist das Homeoffice beliebt bei den deutschen Arbeitnehmern. Rund ein Drittel der Unternehmen bot diese Möglichkeit bereits seinen Angestellten an. Doch erst durch Corona wurde die Notwendigkeit dringender und flächendeckender umgesetzt.

Doch wie lässt es sich arbeiten mit dem dreckigen Geschirr vor der Nase und der bequemen Couch als Verlockung? Wir zeigen dir mehrere Argumente, die für Pro als auch Contra von Homeoffice sprechen.

Lets go! Fangen wir natürlich erstmal mit dem Positiven an.

PRO – kein Arbeitsweg
Starte deinen Arbeitstag ganz entspannt. Keine zeitraubenden Staus oder vollen Züge, die dir den letzten Nerv rauben. Neben dem Einsparen von Kosten für Benzin oder das ÖPNV-Ticket, steht dir auch mehr Zeit zur Verfügung. Eine halbe Stunde länger schlafen und nach dem Aufstehen führt dich der erste Weg zur Kaffeemaschine. Entspannt und mit einer guten Dosis Koffein machst du dich dann auf den Weg zum Laptop.
Der perfekte Arbeitsweg.

PRO – flexible Gestaltung der Work-Life-Balance

Früh 8Uhr ist dein Gehirn noch nicht richtig wach? Am Nachmittag bist du am produktivsten? Der Vorteil von Homeoffice ist, dass du deine Arbeitszeiten flexibel über den Tag verteilen kannst. So lange alle Aufgaben erledigt sind, ist es egal, wann du deine 8 Stunden am Tag abarbeitest. Darüber hinaus bietet sich die Möglichkeit mehr Zeit mit der Familie zu verbringen. Ein gemeinsames Mittagessen mit den Kindern bietet den perfekten Rahmen für eine Pause zwischen den Einheiten.

PRO – angenehmes Arbeitsumfeld

In deiner Firma sitzt du in einem Großraumbüro mit 10 anderen Kollegen, die alle mal mehr mal weniger laut ihrer Arbeit nachgehen. Manche bevorzugen daher, die Ruhe im heimischen Arbeitszimmer. Auch der Dresscode ist im Homeoffice natürlich wesentlich entspannter als im Büro. So lange kein Online-Meeting ansteht, kann getrost die bequeme Jogginghose als Arbeitskleidung herhalten. Und selbst wenn doch mal ein Termin stattfindet, idR ist nur der Oberkörper zu sehen. Warum nicht mal das klassische Button-down mit der legeren Jogginghose kombinieren?

PRO – Vorteile für Arbeitgeber

Natürlich bringt es auch als Arbeitgeber einige Vorteile sein Team im Homeoffice arbeiten zu lassen. Schon bei der Suche nach neuen MitarbeiterInnen bietet die Möglichkeit des Homeoffice einen attraktiven Anreiz. Darüber hinaus lässt sich so die Suche auch überregional gestalten, da nicht alle Teammitglieder vor Ort im Büro erscheinen müssen. Auch bietet es den Vorteil, dass kein neuer Arbeitsplatz geschaffen werden muss. Auf diese Weise kann das Unternehmen zwar stetig vergrößert, der bestehende Platz im Büro muss aber nicht zwangsläufig immer erweitert werden.

Kommen wir nun zu den negativen Aspekten, die mit Homeoffice einhergehen.

CONTRA – zu viel Ablenkung

Die bequeme Couch lockt dich, du hast ständig den Wäscheberg vor Augen und auch deine Kinder klopfen immer wieder an die Tür. Die Ablenkung im Homeoffice ist allgegenwärtig und du findest nicht so richtig in deinen Workflow. Für viele Arbeitnehmer ist daher der Gang ins Büro, die bessere Alternative, da sie hier produktiver arbeiten und sich mehr beobachtet fühlen. Wer soll dir schließlich Zuhause über die Schulter gucken?

CONTRA – fehlender, sozialer Austausch

Die 5-Minuten-Zigarettenpause oder das Treffen in der Kaffeeküche sind essenzielle Rituale für den Teamzusammenhalt. Nicht nur gemeinsames Arbeiten, sondern auch fern der Arbeit entspannt quatschen. Durch Homeoffice fallen eben diese sozialen Strukturen weg und schwächen auch den Zusammenhalt. Teilweise kann man schon von einer Isolationshaft sprechen, da einige Arbeitnehmer durch das fehlende Teamworking vereinsamen. Auch die geschäftliche Kommunikation wird unnötig verkompliziert. Was früher bei einem kurzen Gespräch am Schreibtisch geklärt werden konnte, muss nun über Telefon oder Emails erfolgen.

CONTRA – branchenspezifisches Homeoffice

In unserem Business ist das Homeoffice natürlich eine von mehreren Arbeitsmöglichkeiten. Sowohl Teammeetings, als auch Kundentermine lassen sich online abhalten.

Doch wie sieht es mit anderen Branchen aus? Eine Verkäuferin im Bekleidungsgeschäft kann im Homeoffice keine Ware verkaufen. Auch ein Metzger kann schlecht Zuhause das Messer schwingen. Nicht für alle Branchen ist der Weg ins Homeoffice eine Alternative.

Ob Homeoffice oder nicht, muss jedes Unternehmen und jeder Arbeitnehmer für sich selbst entscheiden. Für uns ist es zwar eine gute Alternative, dennoch würden uns die gemeinsamen Mittagspausen und die regelmäßigen Tischtennismatches fehlen.

Wie stehst du zu dem Thema?
In welcher Branche bist du tätig und ist Homeoffice bei dir möglich?